3008GE - Eine bekannte Zunge - gelegentlich, kontinuierlich Der dreifache Zweck einer unbekannten Zunge bzw. Sprache: Gelegentlich: Als übernatürliches Zeichen für Ungläubige 1 Kor 14,21-22: Zungen sind “zu einem Zeichen ... für die Ungläubigen”. Ein Gläubiger spricht durch den Heiligen Geist in einer Sprache, die er nicht kennt, der anwesende Ungläubige jedoch schon. Folge: Der Ungläubige wird überführt (vgl. Apg 2,7-8,11; Jes 28,11-12). Dies geschieht auch heute noch. Kontinuierlich: Als Mittel des übernatürlichen Gebets und der Gemeinschaft mit Gott 1 Kor 14,2,4: Wer (regelmäßig) in einer Zunge redet, tut drei Dinge: (1) Er spricht zu Gott. (2) Er redet “Geheimnisse”, Dinge, die man mit dem Verstand nicht begreift. (3) Er erbaut sich selbst. Gegenüberstellung: Unbekannte Zunge bzw. Sprache 1. Zu Gott 2. Dinge, die man nicht versteht 3. Erbaut sich selbst Prophetie bzw. Weissagung 1. Zu Menschen 2. Dinge, die man versteht 3. Erbaut die Gemeinde 1 Kor 14,14: Auf diese Weise betet der Geist des Gläubigen direkt zu Gott unter Umgehung des Verstandes 1 Kor 2,11-15; 6,17: Der Geist ist jener tiefe, innere Bereich des Menschen, der zu direkter Gemeinschaft mit Gott (von Geist zu Geist) fähig ist. Der Geist “weiß” Dinge, die der Verstand nicht weiß und empfängt direkte Offenbarung von Gott (vgl. Hebr 4, 12-13). Joh 7,38; Hi 32,8.18-19; Spr 18,8.14: Der Geist des Menschen wird mit dem “Bauch” in Zusammenhang gebracht - den zentralen “Hohlraum” im menschlichen Körper. Spr 20,27: Der “Atem-Geist” des Menschen ist die Lampe des Herrn. Wenn sie mit ÖL des Heiligen Geistes gefüllt ist und angezündet wird, wird der gesamte innere Mensch erleuchtet (vgl. Ps 51,6) 1 Kor 14,15-16: Wenn man in einer unbekannten Zunge betet, bezeichnet man dies als “Beten im bzw. mit dem Geist” (d.h. unter Umgehung des Verstandes). Der Wille des Gläubigen ist der “Schalter”, der von der natürlichen auf die übernatürliche Ebene umschaltet. Eph 6,18: Auf diese Weise kann man “zu jeder Zeit beten” (vgl. 1 Thess 5, 16-19). Judas 20-21: Eine von Gott gegebene Möglichkeit, sich selbst im Glauben zu erbauen und sich in der Liebe Gottes zu erhalten. Röm 8,26-27: Der Heilige Geist hilft auf übernatürliche Weise, wenn wir beten. Sach 12,10: Der Geist der Gnade und des Flehens: Nur der Heilige Geist kann die Gnade schenken, das Richtige zu beten. © Internationaler Bibellehrdienst 1998