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Daniel Tracy ist ein Bibellehrer, Autor, Geschäftsführer, Ehemann und Vater von sechs Kindern und arbeitete einst als Systemanalytiker. Als Gott Ihn 1977 aus Süd-Kalifornien, USA, nach Deutschland berief, konnte Daniel, Jahrgang 1952, nicht erahnen, dass er hier seine ebenfalls amerikanische Frau, Cynthia, kennenlernen würde.

In den Jahren bis zur Wende dienten Daniel und Cynthia Geschwistern und Gemeinden in Deutschland und in ost-europäischen kommunistischen Ländern mit Bibeln, christlichen Büchern, Lehr- und Predigtdiensten und humanitärer Hilfe. 1992 gründeten Daniel und Cindy als Pastoren eine kleine Freikirche (Das CIDA-Zentrum – Christus ist die Antwort) in Trostberg, Südost-Bayern.

Seit 1990 engagiert sich Daniel im Dienst von Derek Prince zunächst als 1. Vorsitzender vom Internationalen Bibellehrdienst (Derek Prince Ministries Deutschland) und ab 1994 als dessen Geschäftsführer. Der Hauptarbeitsbereich im Königreich Gottes ist die Übersetzung und der Vertrieb der Bibellehrmaterialien von Derek Prince in Form von Büchern, CDs, DVDs und MP3s.

Daniel ist ebenso geschäftsführender Gesellschafter von AZAR GbR, seinem Familienunternehmen mit Aktivitäten in den Bereichen Audio- und Videoproduktion, administrativen Diensten, Bibellehre und Musikproduktionen, das im Jahr 2005 gegründet wurde.

Gott und Seiner Gemeinde durch klare, leichtverständliche und praktische Bibellehre sowie im Lobpreis zu dienen; „...damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes“, entspricht seinem Verständnis von Gottes Berufung auf sein Leben.

Das Wort Azar stammt aus dem Hebräischen und umfasst die Bedeutungen: „Umgürten, untermauern, für den Kampf rüsten, dienen, unterstützen“.

Daniels Leidenschaft ist es, mit Freude und Hingabe den Menschen zu dienen und gibt so durch seinen Dienst seine Liebe zum Herrn Jesus Christus weiter, „...damit die Erde erfüllt wird von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken“ (Habakuk 2,14).

Ein gewöhnlich ungewöhnliches Leben

Von Daniel Tracy

Wo fängt man an, sein eigenes Leben zu schildern? Warum will man das überhaupt? Und mit welchem Ziel?

Lange haben mich diese Fragen daran gehindert, den Versuch zu machen, mein Leben zu dokumentieren. Nun stelle ich fest, dass meine Erfahrungen und die meiner Frau für unsere Kinder und Enkelkinder hochinteressant sind! Sie wollen wissen woher sie kommen – aus welchem „Stoff“ sie gemacht sind. Mir ist Bewusst, dass dies für jeden von uns gilt – aber ich kann nur meine eigene Geschichte erzählen. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Die Zeit „vor Christus“

Mein Vater diente in der US Armee während des II Weltkriegs. Als Mitglied eines Sonderkommandos landete er auf dem Anzio Strand in Italien und kämpfte seinen Weg letztendlich bis nach Mannheim in Deutschland durch. Dort traf er meine Mutter. Sie heirateten und begannen ihr gemeinsames Leben. Im Laufe der Zeit kamen wir fünf Kinder auf die Welt. Auf Grund der Arbeit meines Vaters mit dem Militär sind wir an verschiedenen Orten in verschiedenen Ländern der Welt aufgewachsen. Das hatte zur Folge, dass weder ich noch meine vier Geschwister als „normale“ Amerikaner aufgewachsen sind. Kulturell waren wir so ein „Mischmasch“, dass wir uns überall anpassen konnten. Im Grunde, eine ganz besondere Vorbereitung auf eine ganz besondere Berufung.

Nach der „High School“ wollte ich zunächst  Bassist in einer „Rock and Roll Band“ werden.  Ich hätte auch in die US Armee gehen können, aber zu der Zeit tobte der Vietnam-Krieg. Meine ältere Schwester riet mir davon ab, mich freiwillig zu melden. Ich wurde kurz danach von den Behörden (Military Draft Board) sogar informiert, dass meine „Nummer“ nicht gezogen werden würde und ich dürfte mein Leben weiter planen. Ich meldete mich schließlich beim Control Data Institut in Frankfurt am Main an und lernte dort Computer Programmierung und System Analyse. Über die nächsten Jahre bahnte mir dieser Beruf den Weg in die USA nach Phoenix, Arizona und Costa Mesa in Orange County, California.

Der Anfang des Wunders

Meine Schwester wohnte damals in Union City, New Jersey. Man konnte von dort aus die Skyline von New York auf dem anderen Ufer des Hudson Rivers sehen. Also etwa 3000 Meilen von meinem Wohnort in Kalifornien entfernt. Ich machte mich auf die Reise, um sie zu besuchen. Als ich nach einer gut 3-Tage-langen Fahrt in Union City ankam, wurde ich von meinem Bruder begrüßt, der „zufällig“ gerade aus Europa angereist war! Wir redeten viel über unsere Kindheit in Deutschland und Italien. Da kam doch einiges an Heimweh hoch! Aber das war alles Vergangenheit. Doch eines hat mich beeindruckt. Er sprach von seiner Beziehung zu Jesus Christus – meine Schwester hatte auch vor kurzem Jesus als ihren Herrn und Heiland angenommen! An dem Abend, als ich mich zum Schlafen hinlegte, sagte ich leise: „OK Jesus, ich glaube, dass Du lebst und ich lade Dich in mein Herz hinein“. Augenblicklich hatte ich das Gefühl, als ob ich den Finger in der Steckdose hatte! Eine Kraft floss durch mich, die ich noch nie erlebt hatte! Ich wurde in diesem Augenblick innerlich vollkommen verändert. Ich wusste sofort und ohne Zweifel, dass Jesus lebt, dass die Bibel die Wahrheit ist und dass ich Jesus nun ganz gehöre! Eine unaussprechliche Freude begleitete diese Erkenntnis!

Wieder zurück in Kalifornien und wieder in dem Arbeitsalltag integriert, nahm ich an einen Treffen des „Full Gospel Businessmen“ (Internationale Vereinigung christlicher Geschäftsleute) in Anaheim, Kalifornien teil. Plötzlich sagte Jemand hinter mir: „Dan, go to Europe!“  (Dan, geh‘ nach Europa)! Ich drehte mich sofort um, aber es war keiner da! Mir war klar, dass Gott gerade zu mir gesprochen hatte!

Innerhalb von zwei Wochen hatte ich meinen Haushalt aufgelöst, mein Auto verkauft und befand mich mit einem Koffer, meinem Aktenkoffer und meiner Gitarre im Flugzeug Richtung Europa. Ich hatte kein Ziel außer bei eine meiner Schwestern in Führt bei Nürnberg anzukommen.

Und da stand ich vor der Tür

Ohne Vorwarnung stand ich bei meiner Schwester vor der Tür. Nach einer freudigen Begrüßung, rief sie meinen Bruder an, der mittlerweile wieder bei seiner Arbeit als Missionsautomechaniker tätig war. Er machte die eigenartige Aussage bereits am Telefon: „Mach dir für Montag keine Pläne!“

Abtauchen im „Untergrund“

Am besagten Montag nahm mich mein Bruder zum „Büro“ (es sah aus wie ein ganz gewöhnliches Haus) einer christliche Gruppe mit, die Bibeln, christliche Literatur und humanitäre Hilfsgüter hinter den damaligen „Eisernen Vorhang“ lieferte (besser gesagt; schmuggelte).

Diese Tätigkeit war von meiner Vorstellung des christlichen Dienstes weit entfernt gewesen, aber doch sehr realitätsnah! Gott erlaubte mir von Anfang an dem praktischen Aspekt unseres geistlichen Kampfes teilzuhaben. Jeder Mensch hat das Recht, Gottes Wort zu hören, zu lesen und in ihm zu wandeln. Schade, dass so viele, die es ohne Risiko haben und lesen dürfen, die Bibel so unterschätzen und vernachlässigen! Wir haben oft auf Reisen erlebt, wie die Grenzbehörden die geschmuggelten Bibeln und andere Dinge, die wir den Geschwistern mitbringen wollten, einfach nicht sahen – Gott machte sie blind dafür! Das bewirkte in uns eine gesunde Furcht des Herrn und ein Verlangen, immer engeren Kontakt zu Ihm zu suchen, damit wir gehorsam bleiben konnten!

Im Büro angekommen, machte uns eine hübsche junge Frau die Tür auf. Sie war für mich die erste „echte Missionarin“, die ich je gesehen hatte. Heute ist die Cindy meine Ehefrau und Mutter unserer sechs Kinder! Gottes Wege sind wunderbar! Nach einem Gespräch mit dem Leiter der Gruppe, wurde es klar, dass ich am richtigen Platz gelandet war.

Zunächst einmal war ich administrativ tätig. Nach einigen Monaten hatten Cindy und ich uns verliebt und heirateten am wunderschönen Starnberger See. Kurz danach ging es für uns weiter in einer der „Transportgruppen“ und wir fingen an, Bibeln, Literatur und Hilfsgüter selbst hinter den Eisernen Vorhang zu liefern. Manchmal sogar als Familie mit unseren Kindern! Auch wenn es nicht um eine „normaler Arbeitsstelle“ ging, fühlten wir uns geborgen in Gottes Willen und gingen auf Reisen in dem Vertrauen auf Gottes Schutz und Führung. Gottes Führung war ganz konkret und genau. Einmal, mit einem Bruder im Herrn unterwegs, hatten wir plötzlich das Empfinden, wir sollten die Ladung Bücher, die wir dabei hatten, von einem „Versteck“ in ein anderes umladen. An der Grenze angekommen, fand der bewaffnete Grenzbeamte genau das erste Versteck und durchsuchte es! Das andere jedoch blieb ihm verborgen! Im Herzen war ich auf den Knien! Danke Jesus!

Die Natur unserer Arbeit machte es notwendig, Beziehungen mit dem örtlichen Leib Christi zu begrenzen. Unser „Hauptquartier“ war sowieso ziemlich abgelegen und wir pflegten Kontakt zur Agape Gemeinde in der nächstgelegenen Großstadt München, anstatt zu Gemeinden vor Ort. Über eine Stunde fuhren wir jede Woche in die Gemeinde. Dort traf ich Harald Eckert, damals ein Mitmusiker im Lobpreisteam. Es war der Anfang einer bis heute andauernden tiefen Freundschaft und Zusammenarbeit im Reich Gottes.

Durch die Agape Gemeinde lernten wir Derek und Ruth Prince kennen. Mit der Zeit durften wir Derek und Ruth und andere Leiter innerhalb ihres Dienstes (DPM) bei verschiedenen Gelegenheiten kennen lernen und dienen. Harald kam eines Tages auf mich zu und fragte, ob ich Interesse daran hätte, als Gründungsmitglied vom Internationalen Bibellehrdienst – Derek Prince Ministries Deutschland mitzuwirken. Es war für mich ein klares „Ja“. Zunächst als Vorstandsmitglied, übernahm ich einige Jahre später das Amt des Direktors.

Nun sind etwa 27 Jahre vergangen, und der Hunger im Leib Christi nach Dereks klarer und nachvollziehbarer Art, die Bibel zu präsentieren und zu erklären, lässt nicht nach. Wir sind froh, weiterhin, mit Ihnen zusammen, dienen zu dürfen und künftige Generationen mit gesunder Bibellehre zuzurüsten.

Ihr Mitstreiter in Jesus!

Daniel Tracy


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