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Diese Fragen bewegen viele Christen, weil sie an den Kern unseres Glaubens rührt: Gottes Erwählung, Gerechtigkeit und Liebe. Um sie richtig zu verstehen, muss man sich das biblische Gesamtbild ansehen, besonders Römer 8,29–30, das eine klare göttliche Ordnung zeigt.

1. Die Grundlage: Gottes Vorherwissen

Römer 8,29–30 ist der Schlüssel zum Verständnis der Auserwählung:

„Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein; […] die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.“

Hier sehen wir eine klare, chronologische Reihenfolge, die zeigt, wie Gott handelt:

  • Er sieht im Voraus – aufgrund Seiner Allwissenheit.
  • Auf dieser Grundlage bestimmt Er vorher,
  • Er beruft,
  • rechtfertigt und
  • verherrlicht.

Die Grundlage der Vorherbestimmung ist also nicht Willkür, sondern Gottes Vorkenntnis.

Derek Prince fasst es prägnant zusammen: „Gottes Entscheidung, die er in der Ewigkeit trifft, beruht auf seiner Vorkenntnis und ist nie willkürlich oder zufällig.“

Gott sieht also im Voraus, wer Ihn annehmen wird, und auf dieser Grundlage legt Er fest, wer gerettet wird. Er kennt die Herzen der Menschen, bevor sie selbst begreifen, wie sie reagieren werden (vgl. 1Sam 16,7).

2. Gott ruft viele – und jeder darf antworten

Jesus sagte: „Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte“ (Mt 22,14).

Damit stellt Er keine Einschränkung auf, sondern eine geistliche Tatsache: Alle Menschen sind berufen (vgl. 1Tim 2,4), aber nicht alle antworten. Die Auserwählung ist also keine Bevorzugung einzelner, sondern die Folge einer Entscheidung: Wer Gottes Ruf im Glauben annimmt, wird in Seinen Plan hineingenommen.

„Zwischen der Zeit, wenn ein Christ zum ersten Mal diesen Ruf zum Dienst hört, und der Zeit, wenn er von Gott tatsächlich eingesetzt wird, liegt fast immer eine Zeit der Prüfung.“

Diese Prüfungen sollen den Glauben festigen und zeigen, wem Gott vertrauen kann. Wer treu bleibt, wird bestätigt und damit „auserwählt“ im Sinn der Schrift.

3. Niemand ist ausgeschlossen – Gottes Ruf gilt allen

Gott hat keine Familie, kein Volk, keine einzelne Person von Seiner Gnade ausgenommen.

Josua stellte Israel vor dieselbe Entscheidung, die bis heute gilt: „Erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt.“ (Jos 24,15)

Gottes Ruf ist immer „Heute“ (Ps 95,7).

Derek Prince schreibt in seinem Lehrartikel: „Der Teufel sagt: ‚Morgen!‘, aber Gott sagt: ‚Heute!‘“

Jeder Mensch steht also in der Verantwortung, auf Gottes Stimme zu reagieren. Die Auserwählung schließt niemanden aus – sie öffnet sich allen, die antworten.

4. Auserwählung zeigt sich in der Bewährung

Hiob, Jeremia und Mose sind Beispiele für Menschen, die Gott in Prüfungen formte.

Hiob bezeugte: „Er kennt den Weg, der bei mir ist. Prüfte er mich, wie Gold ginge ich hervor.“ (Hi 23,10)

Derek Prince bemerkt dazu: „Wer Gottes Wort über alles andere stellt, wird seine Prüfungen immer siegreich bestehen.“

Auserwählung bedeutet also nicht, bevorzugt zu werden, sondern in der Treue geprüft zu werden. Gott erwählt, um zu formen – und wer durchhält, wird bestätigt.

5. Die Berufung ist hoch, heilig und himmlisch

Derek Prince beschreibt drei Kennzeichen von Gottes Ruf:

  • Eine hohe Berufung – sie steht über allen irdischen Bindungen (Phil 3,14).
  • Eine heilige Berufung – sie verlangt Hingabe und Reinheit (2 Tim 1,9).
  • Eine himmlische Berufung – sie kommt von Gott selbst und hat ewigen Bestand (Hebr 3,1).

Diese Berufung ist kein Zwang, sondern eine Einladung, im Glauben zu antworten und sich prüfen zu lassen.

6. Sicherheit in Christus

Die Bibel macht unmissverständlich klar, dass die Auserwählung in Christus geschieht, nicht außerhalb von Ihm: „Er hat uns in Christus erwählt vor Grundlegung der Welt.“ (Eph 1,4)

Das heißt: Wer an Jesus glaubt, ist in Ihm eingeschlossen in Gottes Erwählung. Diese Gewissheit gründet nicht auf Gefühlen, sondern auf Gottes Zusage: „Treu ist, der euch beruft; er wird es auch tun.“ (1Thes 5,24)

Fazit

Auserwählung ist keine Frage von Vorbestimmung gegen den Willen des Menschen, sondern Ausdruck von Gottes Allwissenheit und Liebe. Gott sieht im Voraus, wer Ihn annimmt, und bestätigt diesen Glauben durch Berufung, Rechtfertigung und Verherrlichung (Röm 8,29–30). Wer Gottes Ruf hört, im Glauben antwortet und in der Prüfung treu bleibt, darf wissen: Er gehört zu den Erwählten. Nicht, weil Gott andere ausschließt, sondern weil Er den Glauben derer bestätigt, die Ihm vertrauen. „Viele sind berufen, aber nur wenige sind erwählt.“ (Mt 22,14) Das bedeutet: Gott ruft alle, doch Er erwählt die, die Ihm im Glauben und Gehorsam folgen.

Wenn man im Glauben festhält, dem Wort gehorcht und Jesus nachfolgt, darf man wissen: Man gehört zu den Erwählten. Prüfungen und Zweifel ändern nichts an Gottes Treue; sie dienen dazu, den Glauben zu läutern und zu stärken.

Quellen und weiterführende Lehren:

Lehrartikel: Viele sind berufen, aber nur wenige sind erwählt
B36GE - Fundamente des christlichen Glaubens
30 Grundsteine

Internationaler Bibellehrdienst e.V.
Söldenhofstr. 10
83308 Trostberg

Telefon: +49 (0) 8621 641 46
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