„Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ stammt aus den Worten Jesu in Johannes 4,24.
Derek Prince erklärt diesen Vers besonders eindrücklich anhand der Geschichte von Naeman (2. Könige 5). Nachdem Naeman Gottes Heiligkeit begegnet war, konnte er nicht mehr auf „gewöhnlichem Boden“ anbeten. Er wollte von Israels Erde mitnehmen, heiliger Boden, um darauf den Herrn anzubeten. Damit zeigt sich: Wahre Anbetung braucht einen geistlichen Ort, nicht nur äußere Form.
Wenn Jesus also sagt, dass wahre Anbeter „im Geist und in der Wahrheit“ anbeten müssen, meint er damit:
1. Im Geist anbeten
Das heißt: Nicht bloß mit Lippen, Liedern oder Ritualen, sondern geführt vom Heiligen Geist, aus dem tiefsten Inneren heraus, aus der neuen Natur, die aus der Wiedergeburt und Geistestaufe kommt. Geistgeleitete Anbetung ist lebendig, persönlich, übernatürlich, unabhängig von äußeren Umständen oder Orten.
2. In der Wahrheit anbeten
Das bedeutet: Auf der Grundlage des geoffenbarten Wortes Gottes, in Übereinstimmung mit dem, wer Gott wirklich ist, nicht nach menschlichen Vorstellungen oder religiösen Traditionen. Wahrheit ist mehr als Richtigkeit, sie ist Übereinstimmung mit Gottes Wesen (Joh 17,17).
Derek Prince schreibt sinngemäß: Wer mit dem Geist erfüllt wurde, kann sich mit bloßen Formen nicht mehr zufriedengeben. Er hat das Übernatürliche geschmeckt und trägt nun „heiligen Boden“ mit sich.
Das heißt: Ganz gleich, wo du bist, wenn du im Geist und in der Wahrheit anbetest, bist du innerlich auf „geweihtem Boden“. Du begegnest Gott nicht durch Äußerlichkeiten, sondern Herz zu Herz, durch den Heiligen Geist und gemäß seinem Wort.
Quellen und weiterführende Lehren:
B36GE - Fundamente des christlichen Glaubens
B57GE - Danksagung, Lobpreis und Anbetung
30 Grundsteine



