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Was bedeutet „Welt“ im Neuen Testament?

Das Wort „Welt“ hat im Neuen Testament fünf verschiedene Bedeutungen. Es ist hilfreich, diese klar zu unterscheiden, um Verse wie Jakobus 4,4 richtig zu verstehen. Dabei hilft uns der Heilige Geist, wenn wir den biblischen Zusammenhang sorgfältig beachten.

Hier die fünf Grundbedeutungen:

1. Die physikalische Welt und ihr rechtmäßiger Gebrauch, z. B. Schöpfung, Natur (griech. kosmos)

2. Die Welt der Menschheit – alle Menschen, z. B. Joh 3,16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt...“ (griech. kosmos)

3. Das Weltsystem – ein geistliches System unter Satans Kontrolle, das sich gegen Gott stellt, vgl. 1Joh 2,15-17; Jak 4,4 (griech. kosmos)

4. Ein Zeitalter (griech. aion) – eine bestimmte Zeitperiode mit geistlichem Charakter, z. B. Eph 2,2: „Lauf dieser Weltzeit“

5. Die bewohnte Erde (griech. oikumene) – die gesamte Menschheit als geografischer Raum, z. B. Lk 2,1; Hebr 1,6

Die ersten drei Bedeutungen beruhen auf dem griechischen Wort „kosmos“, was ursprünglich „Ordnung“ oder „System“ bedeutet – daher unser Wort „Kosmos“. Die vierte Bedeutung kommt vom Wort „aion“ (Zeitalter), die fünfte von „oikumene“ (bewohnte Welt), woraus auch der Begriff „ökumenisch“ stammt.

Was meint Jakobus 4,4 mit „Welt“?

Der Vers lautet: „Wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als ein Feind Gottes.“ (SCHL2000)

Das zugrundeliegende griechische Wort für Welt ist „kosmos“ – und hier bezieht es sich klar auf das gefallene Weltsystem, das von Gott unabhängig sein will und unter der geistlichen Kontrolle Satans steht (vgl. 1Joh 5,19: „die ganze Welt [kosmos] liegt im Argen“).

Wie beschreibt Derek Prince die „Welt“?

Derek Prince erläutert in der Botschaft 4388GE – Siegreich durch die Endzeit:

„Die Welt ist nicht notwendigerweise eine Ansammlung böser Menschen. Ich definiere „die Welt“ folgendermaßen: „Die Welt“ sind alle, die nicht unter der gerechten Regierung des von Gott ernannten Regenten Jesus Christus stehen. [...] Sie sind in allen Punkten nett und freundlich – bis zu der Frage: ‚Bist du bereit, vorbehaltlos vor der Herrschaft Jesu Christi zu kapitulieren?‘ – und dann zeigt sich, was in ihrem Herzen wirklich herrscht.“

Diese Definition trifft den Kern von Jakobus 4,4: Welt ist nicht einfach das Sichtbare, sondern eine innere Ausrichtung gegen Christus. Es geht um ein Leben ohne Gottes Herrschaft, selbst wenn es moralisch gut wirkt.

Was bedeutet das für Christen im Alltag?

Du fragst, ob Dinge wie Staat, Gesellschaftsordnung, Institutionen wie Schulen, Polizei, Wirtschaft usw. Teil dieser „Welt“ sind. Die Antwort lautet: Nicht grundsätzlich. Solche Strukturen können von Gott gebraucht werden (Römer 13), und Christen sollen sich ihnen unterordnen – solange sie nicht im Widerspruch zu Gottes Geboten stehen (Apg 5,29).

Auch der Schöpfungs- und Kulturauftrag (1Mo 1,28) bleibt gültig: Wir sollen gestalten, arbeiten, verantwortungsvoll leben. Doch genau hier gilt es zu unterscheiden: Woran hängt unser Herz? Wem gehört unsere Loyalität?

Darf ein Christ Schönes genießen (Sport, Urlaub, gutes Essen, Erfolg)?

Ja, auf jeden Fall – wenn es mit Dankbarkeit und in rechter Balance geschieht. Die Bibel sagt:

„Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung empfangen wird.“ (1Tim 4,4)

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes!“ (1Kor 10,31)

Es ist also nicht die Sache an sich, sondern unsere Haltung, die darüber entscheidet, ob wir Gott damit ehren oder nicht.

Wie viel gesünder wäre es, wenn wir uns nicht nur fragten, was laut Bibel erlaubt ist, sondern was Gottes Herz erfreut, seinem Wesen entspricht und ihm Ehre bringt?

Ist „Welt“ also gleichbedeutend mit Sünde?

Nicht unbedingt – aber sie ist die Plattform und Atmosphäre, in der sündhafte Denk- und Lebensweisen kultiviert werden. Johannes erklärt: „Denn alles, was in der Welt ist – die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens – ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.“ (1Joh 2,16)

Diese drei Bereiche – Begierde, Gier, Stolz – bilden das Herzstück des Weltsystems. Ein Christ soll wachsam sein, nicht verurteilen, aber auch nicht naiv mit dieser Welt umgehen.

Fazit – die biblische Sichtweise

„Welt“ in Jakobus 4,4 meint nicht die Schöpfung oder staatliche Ordnung, sondern das geistlich gefallene System, das sich gegen Gott stellt.

Ein Christ darf und muss sogar mitten in der Welt leben, arbeiten, genießen – aber ohne sich ihr Herz und Denken einprägen zu lassen.

Die entscheidende Frage ist nicht: „Ist das erlaubt?“ – sondern: „Bringt es Gott Ehre?“

Ein weltlich gesinnter Mensch stellt sich gegen Gott, auch wenn er äußerlich freundlich und moralisch erscheint. Ein gottgefälliger Mensch lebt in Abhängigkeit, Demut und Gehorsam unter Jesu Herrschaft.

Quellen und weiterführende Lehren:

B36GE - Fundamente des christlichen Glaubens
30 Grundsteine
4388GE – Siegreich durch die Endzeit

Internationaler Bibellehrdienst e.V.
Söldenhofstr. 10
83308 Trostberg

Telefon: +49 (0) 8621 641 46
Telefax: +49 (0) 8621 641 47